Graphitherstellung

Synthetisches Graphit besteht aus zwei Komponenten, Steinkohleteer und Petrolkokspartikel.

Das Petrolkoks dient als Füllmaterial, der Steinkohleteer als Bindemittel.

Zu Beginn der Herstellung wird das Füllmaterial auf eine definierte Größe zermahlen.

Nach dem Zermahlen werden die beiden Stoffe zusammen mit einigen anderen Zusätzen, welche die Verarbeitung erleichtern, vermischt. Dies erfolgt in einem beheizbaren Mischer.

Nachdem das Mischen abgeschlossen ist, lässt man die Masse abkühlen. Das hierbei entstandene Produkt wird anschließend zu Staub zermahlen.

 

Dieser Staub kann nun zu einem Block gepresst werden. Beim isostatischen Pressen wird das Material in einen verformbaren Behälter gefüllt und bei über 1000 bar verdichtet. Der Vorteil dieser

Methode ist die gleichmäßige Druckverteilung über den gesamten Halbzeugbereich. So wird sichergestellt, dass die Verdichtung des Werkstoffes überall gleich ist.

Anschließend wird der Graphitblock gebacken, wobei sich der Teer in ein festes Kohlenstoffbindemittel umwandelt.

Beim anschließenden Graphitisieren wird der Block auf bis zu 2700°C erhitzt und anschließend abgekühlt. Dieser Vorgang dauert mehrere Wochen. Dabei wandelt der amorphe (glasartig, nicht kristallin) Kohlenstoff sich zu einer kristallinen Form um. Hierdurch entsteht schlussendlich das synthetische Graphit mit seinen, für das Erodieren unentbehrlichen thermischen und elektrischen Eigenschaften.